Nina testet: Daunenjacke Forclaz-Decathlon

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Bei Wind und Wetter getestet! Nina hat die wärmste Daunenjacke getestet, die Decathlon momentan neben den Skijacken im Sortiment hat. Doch hält die Jacke wirklich was sie verspricht?

Damenmodell:

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Nina testet für euch:

Forclaz 700 Damen – QUECHUA

Mit der wärmsten Daunenjacke für Frauen, die es gerade neben den Skijacken im Decathlon Sortiment gibt, mache ich mich auf an den Fels! Bei Wind und Wetter war sie mein ständiger Begleiter und wurde auf Herz und Nieren geprüft. Und wenn jemand eine Daunenjacke auf Wärmeleistung prüfen kann, dann ich! Ich bin nämlich der verfrorenste Mensch überhaupt…

Produkteigenschaften

Die Daunenjacke Forclaz 700 für Damen schützt laut Hersteller auf Wanderungen und in den Bergen zuverlässig bei Kälte von -15 °C bis -20°C. Das Obermaterial der Jacke besteht dabei aus 100% Polyesterfutter und 100% Polyamid und ist wasserabweisend, jedoch nicht wasserdicht.

Die Füllung besteht zu 85% aus Daunen und zu 15% aus Kleinstfedern. Die Bauschkraft, welche angibt wie warm die Daunenjacke ist bzw. inwieweit sich die Daune nachdem sie komprimiert wurde wieder ausdehnt, liegt bei 660 CUIN. Bei einem minimalen Gewicht von 404 g (Gr. M) lässt sich die Jacke zusätzlich so klein zusammenpacken, dass sie im Rucksack nur wenig Platz wegnimmt.

Passform und erster Eindruck

Gewählt habe ich die Jacke in der Farbe schwarz mit gelbem Reißverschluss.

Wie ich schon oft feststellen konnte, fallen die Größen bei Decathlon immer sehr gut aus, sodass mir gleich die erste Jacke in Größe XS optimal gepasst hat und ich nicht groß rumprobieren musste.

Als ich die Jacke dann zum ersten Mal getragen habe, war ich sehr überrascht, wie gut die Jacke anliegt. Sie ist extra auf die weibliche Anatomie ausgerichtet und an der Taille enger geschnitten, was ihr einen sehr schönen Schnitt verleiht. Mit Hilfe von zwei verstellbaren Gummizügen, lässt sie sich dann noch genauer regulieren, sodass sie wirklich wie maßgeschneidert sitzt. Um kleinere Gegenstände zu verstauen oder sich die Hände zu wärmen, eignen sie die beiden Schubtaschen auf der Vorderseite. Diese sind so angebracht, dass die Taschen beim Reingreifen weiter hinten liegen und somit vor Wind schützen.

Da die Forclaz 700 verhältnismäßig zur Wärmeleistung eher dünn ist, lässt sie sich optimal in der beigefügten Tasche klein zusammenpacken und stark komprimieren.

Was mich allerdings gleich zu Beginn skeptisch gemacht hat, ist, dass die Jacke keine Kapuze hat. Das kann zwar von Vorteil sein, wenn man die Jacke unter einer Hardshelljacke als untere Schicht drunter zieht, ist für mich allerdings eher ein Nachteil, da ich sie meist als oberste Schicht tragen wollte. Aber wie das nunmal so ist: entweder man mag Kaputzen oder man mag sie nicht.

Leichten Regen steckt sie locker weg!

Habt ihr schonmal gesehen, wie kleine Wassertröpfchen von einer Oberfläche abperlen? Genauso sieht es nämlich bei der Forclaz 700 aus, wenn man damit in einen unvorhergesehenen Regen kommt. Zuerst hatte ich Angst, dass jetzt gleich meine Daunenjacke kaputt geht und sich mit Wasser vollsaugt. Doch dann konnte ich beruhigt feststellen, dass ihr so ein bisschen Nieselregen gar nichts ausmacht. Zumindest kurzzeitig steckt die Daunenjacke das locker weg! Und ein paar mal ausschütteln reicht, damit die Tropfen einfach wieder runterfallen. Allerdings sollte man dann natürlich schauen, dass man entweder schnell ins Trockene kommt oder eine wasserdichte Regenjacke zum Drüberziehen im Gepäck hat. Das Material hält zwar was es verspricht und ist wasserabweisend, aber wie auch in der Produktbeschreibung schon streht, eben nicht wasserdicht.

Wärmeleistung

Egal ob beim Zustieg zum Fels, beim Sichern oder während des Ausruhens vor dem Bouldern: ich habe die Jacke dauernd getragen!

Als erstes konnte ich dabei feststellen, dass die Jacke solange warm gibt, wie ich mich in ihr bewege. Sobald ich mich allerdings weniger bewegt habe, habe ich sehr schnell gefroren. Im Gegensatz zu dem Herrenmodell ist die Jacke für Damen sehr dünn und damit leider auch weniger warm. Die Herstellerangaben, bei -15°C bis -20°C optimal vor Kälte zu schützen, sind leider nicht realitätsgetreu und ich musste mir schnell noch was anderes einfallen lassen, denn als oberste Schicht war sie mir leider nicht warm genug. Mit einer Hardshelljacke darüber, war ich dann allerdings doch ganz begeistert. Die Daunenjacke Forclaz eignet sich optimal als Zusatz unter einer Hardshelljacke. Sie wärmt den Körper, während die Hardshelljacke den Wind stoppt und Nässe fernhält. Und somit entpuppte sich auch der vorhin genannte Nachteil, dass die Jacke keine Kaputze hat, dann doch als Vorteil. So lässt sich die dünne, leichte Daunenjacke hervorragend als mittlere Schicht einsetzen.  

Fazit

Die Daunenjacke sieht optisch sehr schön aus, passt sich super dem weiblichen Körper an und hat ein gutes Preisleistungsverhältnis. Durch ihr leichtes Material eignet sie sich besonders auf Reisen und passt in jeden Rucksack. Auch wenn sie leider nicht so warm gibt, wie der Hersteller verspricht, eignet sie sich hervorragend als mittlere Schicht unter einer Hardshelljacke. So bietet sich das altbewährte Zwiebelsystem an: mehrere Schichten übereinander anziehen! Dadurch, dass sie sehr dünn ist und keine Kaputze hat, passt sie sogar locker unter meine Softshelljacke drunter. Außerdem hält sie leichtem Regen stand und verliert keine Federn, was bei Daunenjacken häufig ein Problem ist. Als oberste Schicht und wenn man eine richtig warme Daunenjacke sucht, die einem auch bei Ruhepositionen vor Kälte schützt, ist die Jacke leider weniger geeignet. Für den Einsatz während des Sports dagegen ist sie optimal und bietet gleichzeitig trotz engem Schnitt auch noch hohe Bewegungsfreiheit. Ebenso eignet sie sich super zum Drunterziehen und ist damit meine neue Lieblingsjacke an milden Tagen oder als Mittelschicht beim Zwiebelsystem. Da sie leider die wärmste Daunenjacke ist, die Decathlon derzeit neben Skijacken im Sortiment hat, muss ich aber trotzdem einen Punkt abziehen, weil sie dafür leider nunmal nicht warm genug ist und man auf weitere Produkte zurückgreifen muss um sich vor der Kälte zu schützen. Ebenso besitzt sie keine Kapuze, was ich auch sehr schade finde.

= Die Jacke bekommt von uns 3 von 5 Punkten!

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Tipp:

Für zum Drunterziehen habe ich das Longsleeve von Wed’ze von Decathlon getestet. Und ich muss sagen: Ich liebe dieses Oberteil einfach! Es gibt unheimlich warm und ist dabei super weich. Je nach Wetter kann man es wenden und mit der warmen oder der kühleren Seite nach unten anziehen. Die Farbe ist superschön und bei einem Preis von nur 11,90 Euro auch noch unschlagbar günstig. Auch nach mehrmaligem Waschen verliert das Oberteil nicht seine Farbe und der Stoff bleibt weich. Auch die Größe XS passt mir sehr gut und ich kann darin problemlos klettern, was sehr selten ist. Absolut empfehlenswert! Ich würde es jederzeit wieder kaufen.

 

 

 

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