Reisen wie im Flug – von den USA nach Neuseeland

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Unser Abschied von Kalifornien, die Ankunft in Neuseeland, der erste Tag in Christchurch und erste Eindrücke von Neuseelands wunderschöner Natur. Manchmal vergeht die Zeit wie im Flug…

Unsere letzten Tage in den USA

Unsere letzten zwei Tage in den USA haben wir nahe San Diego verbracht. Eine lebendige aber doch gemütliche Stadt! Die Nähe zum Meer bietet ein perfektes Ausklingen der USA-Reise und macht es uns leicht vollkommen relaxt an den Flughafen zu fahren und einzuchecken.

Abflug!

So weit so gut, relaxt waren wir tatsächlich, bis die Dame am Check-in etwas gegen unsere drei zusammengebundenen Crashpads hatte. Das soll ein einzelnes Gepäckstück sein?! „Ja klar“, sagen wir mit unschuldigem Blick aber gleichzeitig leicht nervös werdend. Nach längerem Hin-und-her und Gesprächen mit drei verschiedenen Servicekräften von Air New Zealand wird klar, dass wir die Crashpads doch nicht kostenlos mit in den Flieger nehmen können. Es kostet uns 170$ und zwei der Pads als Extra-Gepäckstück einzuchecken. Das dritte nehmen wir kostenlos als normales Gepäckstück mit.

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Da steht man also nun und ärgert sich über 170$ Verlust; und das obwohl wir vorher etliche Male mit der Airline telefoniert haben und man uns versichert hat, wir könnten alles kostenfrei als Sportgepäck transportieren. Das ist er, einer dieser Momente, an denen man genervt vom Reisen ist, das Gepäckschleppen hasst, nicht in den Flieger einsteigen will und nur seine Ruhe haben will.

Naja…was hilft es schon sich zu ärgern? Haben wir eine Wahl? Nicht nach Neuseeland fliegen? Die Crashpads am Flughafen lassen? …nein, nein, auf keinen Fall! Wir geben die Kreditkartendetails, checken ein und lassen unsere Pads abtransportieren. Jetzt erstmal ein letztes amerikanisches Hotdog! Ach und ein Stück Pizza auch noch! Okay, Chickenwings sind auch noch drin! Sooooo, jetzt geht’s besser und wir sind bereit zum Fliegen!

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Der Flug nach Neuseeland vergeht wortwörtlich wie im Flug! Es ist definitiv ein Vorteil spät abends zu fliegen. Man ist müde, schläft ein bisschen, schaut ein oder zwei Filme und ruckzuck ist man am anderen Ende der Welt. Der Pazifik ist wohl doch nicht so groß…. 😉

Unser erster Neuseeland-Stopp ist Christchurch, alias Earthquake City. Von zwei Erdbeben in 2010 und 2011 erschüttert ist die Stadt immer noch deutlich mitgenommen – Baustellen an jeder Ecke, halbfertige Häuser und vorübergehende Containerbehausungen. Aber Katastrophen lassen die Menschen auch kreativ werden. Moderne Kunstwerke stehen dort, wo einst Gebäude standen und man erinnert auf kreative Art und Weise an die harten Schicksalsschläge, die man erlitten hat. Unser Fazit: als schöne Stadt kann man Christchurch momentan definitiv nicht bezeichnen, jedoch sind wir durchaus sehr beeindruckt.

Natürlich zieht es uns sehr bald in die Natur und wir schnappen uns am nächsten Tag unseren Mietvan (der deutlich kleiner und mit unseren Crashpads und Rucksäcken randvoll ist) und fahren an die Banks Peninsula und etwas Meerluft zu schnuppern.

Wir sind begeistert: Wir sind tatsächlich im Sommer angekommen! Strahlender Sonnenschein und lange Tage! Anstatt um 17 Uhr schon im dunklen mit Daunenjacke zu kochen, sitzen wir nun um 21 Uhr abends immer noch in kurzen Sachen auf unseren Pads vorm Van und können ohne Stirnlampe in unseren Büchern lesen! Oh ja, der Sommer ist so schön!

Wie gewohnt campen wir dort, wo es uns gefällt. Mit Meerblick vor einem schönen Leuchtturm machen wir es uns für die Nacht gemütlich. So schön kann das Leben sein!…Doch kurz vorm Schlafengehen wird unsere Idylle dann leider doch unterbrochen: Ein Ranger kommt und belehrt uns, dass Campen hier verboten ist! Was nun? Ein ordentlicher Anschiss vom Ranger? Platzverweis? 400$ Strafe für’s Wildcampen? Nein, nein…nicht in Neuseeland! Der Ranger ist mit Sicherheit einer der freundlichsten Menschen, die wir bisher getroffen haben. Er erklärt uns, dass wir hier nicht stehen dürfen, schenkt uns Informationsmaterial über Neuseeland und einen kleinen Notizblock und bietet uns an, ihm bis zum nächstgelegenen Campingplatz hinterherzufahren. Also gut, das Angebot nehmen wir an und stellen uns auf die üblichen Campingplatzgebühren ein. Auf dem Weg sammeln wir noch einige andere Backpacker ein, die wie wir illegal am Straßenrand ihr Nachtlager aufgeschlagen haben. Am Ende bilden wir eine stattliche Kolonne und fahren über die Hügellandschaft der Banks Peninsula. Wir passieren einige Campingplätze und fragen uns warum der Ranger nicht anhält. Er fährt weiter und weiter und am Ende wird klar warum: Er führt uns nicht zu irgendeinem Campingplatz sondern natürlich an einen kostenfreien, mit Blick auf’s Meer. Ohja, Neuseeland gefällt uns!

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