Spartipps – oder wie finanziere ich so eine Reise?

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Tinline Bay

Spartipps – oder wie finanziere ich so eine Reise?

 Wenn wir ehrlich sind, so schwelgen die meisten von uns doch hin und wieder mal in dem Traum eines Tages eine Weltreise zu machen. „Irgendwann, da mach ich das auch mal!“ oder „Das war auch immer mein Traum!“…so oder so ähnlich lauten die Sätze, wenn man jemandem davon erzählt, dass man seinen Traum verwirklichen wird. Aber die Argumentation, warum das nicht geht oder man es bisher noch nicht getan hat, ist meist sehr ausschweifend. Neben dem altbekannten „Ich habe kein Geld, so eine Reise ist ja wahnsinnig teuer“ lässt sich der Kopf immer neue Gründe einfallen, warum es eben bisher noch nicht geklappt hat. Sei es der stressige Beruf, die Verpflichtungen, das kleine Kind oder die schwangere Frau. Gründe gibt es genug, sagt zumindest der Verstand. Aber warum gibt es dann immer wieder Leute, die das trotzdem machen? Haben die alle im Lotto gewonnen? Keine Familie oder kein Beruf? Am wahrscheinlichsten sind sie aber einfach verrückt, so muss es einfach sein.

Wenn du aber meine ehrliche Meinung hören möchtest, so liegt es weniger an Gründen, die dir der Verstand vorgaukeln möchte, als viel mehr am Willen. Wer wirklich möchte, der kann! Die Welt steht ihm offen und die Erfahrungen warten nur auf ihn. Natürlich wirken manche Faktoren maßgeblich beeinflussend auf so eine Reise und natürlich haben es manche einfacher als andere. Mit einem kleinen Baby muss ich mehr planen, ich habe mehr Gepäck und muss sicherheitsbewusster reisen, als wenn ich nur alleine bin. Der Beruf der einem so viel Geld einbringt, welches man sparen möchte, um sich irgendwann, wenn man mal alt ist und sich zur Ruhe gesetzt hat, diesen Wunsch zu erfüllen – tja, der muss aufgegeben werden, oder? Und dann ist nebenbei wohl die wichtigste Frage, welche Ansprüche man stellt. Möchte man die Welt aus einem Hotelzimmer mit weißen Laken betrachten, während man sein Frühstück im Bett einnimmt? Dann würde die Weltreise sich wohl auf wenige Wochen beschränken, weil das kannst du dir tatsächlich nur mit einem Lottogewinn leisten. Oder aber bist du bereit deinen Komfort ein wenig hinten anzustellen und stattdessen unter dem Sternenhimmel zu schlafen, nicht jeden Tag duschen zu können und sich auf ein Restaurantbesuch freuen, wenn man ihn sich einmal im Monat gönnt. Wenn das der Fall ist, dann kannst auch du sofort damit beginnen dir zu überlegen, wo du als erstes hinmöchtest.

Wenn man Zuhause ist und arbeitet, so gibt man zwangsläufig auch mehr Geld aus. Man hat eine teure Wohnung, Versicherungen und wahrscheinlich ist der Job stressig genug sodass du am Abend lieber mal Essen gehst anstatt selbst zu kochen. Der Kinobesuch und das Treffen mit Freunden in der Bar lockt dir dann auch nochmal das Geld aus der Tasche. Und neben all dem Stress willst du dir doch auch einfach mal was gönnen! Das Geld, das du beim Arbeiten verdienst fließt geradewegs wieder in die Miete, die Versicherungen, das Auto und das Essen – zum sparen bleibt da oft wenig übrig, obwohl man sich doch fest vorgenommen hat dieses Mal wirklich ein wenig Geld beiseite zu legen.

Unterwegs brauchst du keinen teuren Handyvertrag, musst keine Miete zahlen und es gibt auch kein „ich gönn mir jetzt mal was, weil die Arbeit wieder so stressig war“. Du suchst dir jeden Tag selbst aus, wo du sein möchtest und brauchst Essen – ganz klar. Wenn man mal unterwegs ist und sich an einige Dinge gewöhnt hat, so geht das sparen an Dingen, auf die man wirklich verzichten kann, fast schon in Fleisch und Blut über. Wie oft habe ich schon im Urlaub enorm viel Geld gespart, während das Gleiche Zuhause ebenso schnell ausgegeben war. Und wenn du mal genauer hinschaust und dich erkundigst, dann bieten sich plötzlich Möglichkeiten, die dir vorher gar nicht bewusst waren. Du könntest zum Beispiel unbezahlten Urlaub nehmen, mit deinem Chef reden und ihm von der Idee erzählen, oder du kündigst einfach, weil dir dein Job sowieso keinen Spaß macht. Und unterwegs kannst du, wenn du möchtest Gelegenheitsjobs machen, wenn es dir eben gefällt!

Wenn du ein Jahr vorher beginnst schon ein wenig anzusparen, vielleicht sogar noch einen Nebenjob annimmst und Dinge verkaufst, die sich in deinem Keller stapeln und die du eh nicht mehr benutzt, dann kannst du sogar mit einer Rücklage an Gespartem losziehen. Und unterwegs? Du brauchst Essen und einen trockenen Platz zum Schlafen. Mehr nicht! Ob du dich für einen Campervan, für das Trampen, die Nacht unter freiem Himmel, im Zelt oder Hotels entscheidest, liegt ganz bei dir.

Hier einige unserer Spartipps für unterwegs :

  • Handyvertrag kündigen:  Unterwegs brauchst du keinen teuren Handyvertrag! Skypen kannst du mit WLAN kostenlos und ebenso WhatsApp und Co. funktionieren auch ohne teuren Vertrag super. Und selbst in Deutschland  wirst du staunen, wo es überall kostenloses Internet gibt. Nachdem ich mir eine Prepaid-Karte gekauft hatte, war mir erst einmal bewusst, wieviel Geld ich spare und dennoch fast überall Internet habe.

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  • Wasser: Sowohl in den meisten europäischen Ländern als auch in Neuseeland, USA und Kanada gibt es Brunnen/Auffüllstellen für Flaschen mit Frischwasser. Hier kannst du eine Menge Geld sparen, wenn du nicht jedes mal neue Flaschen kaufen musst. 

 

 

 

 

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  • Brot selbst backen: Anstatt jedesmal Brot zu kaufen kommst du günstiger, wenn du unterwegs selbst dein Brot backst. Hier eine Anleitung zum einfachen Outdoor-Brot backen. 

 

 

 

 

  • Benzin und Maut: Wenn du genügend Zeit hast, dann lohnt es sich definitiv etwas langsamer zu fahren und die Mautstraßen zu umgehen. Das spart einiges an Benzin, wenn man viel und lange unterwegs ist.

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  • Wildcampen: Es gibt so viele schöne Plätze, an denen wir bisher wild gecampt haben. Da hätte kein Hotel oder Campingplatz mithalten können. Wichtig ist natürlich, dass du dich an die Regeln fürs Wildcampen hältst und nur in Gebieten schläfst, die es nicht verbieten.

 

 

  • Duschen: Wer viel wild campt, so wie wir, hat dann natürlich nicht jederzeit eine Dusche zur Verfügung. Kostenlose Duschen gibt es zb. oft an Stränden (kalt) oder man geht dann zwischendurch mal für eine Nacht auf den Campingplatz, geht morgens zwei Stunden zum „Frühschwimmer-Tarif“ ins Schwimmbad oder ähnliches. Das kommt natürlich auf das Land an, in dem man gerade unterwegs ist.

 

  • Langsam reisen: Wer länger an einem Ort ist spart sich Benzinkosten oder generell das Geld für Verkehrsmittel.

 

  • Gemeinsam reisen: Gerade wenn es um Dinge wie ein Mietauto geht, ist es sinnvoll, nicht alleine zu verreisen. So könnt ihr euch die Kosten teilen 🙂

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  • Kochen: Generell sinnvoll ist es, schonmal frisch und selbst zu kochen. Die Lebensmittel sind dann natürlich auch nochmal billiger, wenn man sich nicht die teuersten Marken kauft oder anstatt einer Packung Kekse lieber mal ein Brot backt und Nutella dazu isst. Das hält länger, ist günstiger und stillt den Heißhunger auf etwas Süßes mindestens genauso gut 😉 

 

  • Restaurants und Geschäfte: Wer sich dann doch mal etwas gönnen möchte, sollte lieber abseits von den ganzen Touristen Ausschau nach einem Restaurant halten. Oft sind günstigere und sehr gute einheimische Restaurants nämlich versteckt in Seitenstraßen.

 

  • Auf Vorrat einkaufen: Es ist besser sich gleich vorrätig einige Lebensmittel zu besorgen, als jede Woche oder gar alle paar Tage wieder einkaufen zu gehen. Die Versuchung dann doch noch das eine oder andere zu kaufen, was man eigentlich gar nicht braucht, ist einfach zu groß. 

 

  • Campervan mieten: Anstatt ein Auto zu Mieten, Unterkünfte zu zahlen oder gar noch Campingausrüstung zu kaufen, kommst du mit einem Camper billiger. Hier hast du gleich Unterkunft und Verkehrsmittel in einem. Noch dazu kannst du damit praktischer wild campen bzw. irgendwo eine Nacht stehen, ohne dass es jemanden stört.

 

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