Montanejos

 

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Auf unserem Weg von Chulilla nach Albarracin machen wir Stop in Montanejos, welches mit Thermalquellen und riesiger Kletterschlucht begeistert.

 

Den Tipp in Montanejos vorbeizuschauen erhalten wir ganz zufällig von einem Kletterer in Chulilla. Es soll dort einen Fluss mit einer konstanten Wassertemperatur von 25 Grad geben und dazu noch an die 2000 Klettertouren. Das klingt überzeugend! Und prompt starten wir den Bus und die Reise beginnt. Nach eineinhalb Stunden Fahrt und einigen Serpentinen kommen wir schließlich in dem kleinen spanischen Ort an. Die „Fuente de Los Bãnos“ sind gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen. Der große Parkplatz vor den Bademöglichkeiten ist schon der erste Vorbote der Touristenmassen, die wir später noch kennenlernen werden. Doch nun ist es Freitag Vormittag und wir können in aller Ruhe das auf natürlicher Art und Weise temperierte Wasser genießen. Der Fluss fließt glasklar an unseren Beinen vorbei und bahnt sich seinen Weg durch eine kleine, aber verzaubernde Schlucht. 

 

Gegen Nachmittag wird es voller an den Baños und wir machen uns auf, die Kletterfelsen zu erkunden. Das Refugio von Local Ernesto ist der beste Anlaufpunkt für Kletterer. Es liegt direkt am Eingang der Kletterschlucht und ist nicht zu verfehlen. Hier gibt es alle Infos zum Klettern und das Topo. Läuft man an dem Refugio vorbei, gelangt man fast sofort zu den ersten eingebohrten Touren. Diese sind super eingebohrt und vor allem für Vorstiegsanfänger geeignet. Bald wir gehen auf unserer Erkundungstour immer tiefer in die Schlucht hinein und es dauert nicht lange bis die Wände immer höher und beeindruckender werden. Kein Wunder, dass man Montanejos vor allem wegen seiner Mehrseillängen-Touren besucht! Doch nicht nur die Felswände werden beeindruckender sondern auch die Natur und das Tierreich. Frösche springen vor uns in den kleinen Bach, der sich mit uns durch die Schlucht bewegt und einmal huscht sogar eine Schlange an uns vorbei. Schließlich wird uns der Weg von zwei Ziegenböcken versperrt, die uns mit ihren leicht bedrohlich wirkenden Augen anstarren.

Okay, wir haben genug gesehen! Jetzt geht’s erstmal ins Refugio für ein, zwei Cervezas! Das liebevoll eingerichtete Refugio besticht mit einer gemütlichen Atmosphäre – ein Ort an dem man gerne Zeit verbringt. Versüßt wird unser Aufenthalt durch drei Hundewelpen, die immer wieder zu uns kommen und geschmust werden wollen 🙂

Nach einem schönen Abend schlagen wir unser Nachtlager auf einem großen Parkplatz gegenüber des Refugios auf. Hier stehen mehrere Wohnmobile und campen wird anscheinend geduldet. Als wir am nächsten Morgen aufwachen, erfahren was es bedeutet wenn es in Montanejos Wochenende ist. Am Samstag kostet der sonst kostenfreie Parkplatz für Campervans 5 Euro und der kleine gemütliche Ort wird überschwemmt mit Reisebussen, welche ihre Passagiere vor dem warmen Fluss aussteigen lassen. Die Ruhe und Idylle des Vortags ist leider nicht mehr komplett herzustellen. Deshalb unser Tipp: Besucht Montanejos, aber besucht es nicht am Wochenende!

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Auf der Weiterfahrt kommen wir dann schließlich noch an einem schönen Stausee vorbei, der definitiv auch einen Besuch wert ist.

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