Die Reise geht weiter! Aber diesmal mit einigen Sicherheitsvorkehrungen

Vor 10 Tagen sind wir nachts während dem Schlafen ausgeraubt worden (Bericht siehe hier). Jetzt geht die Reise für uns endlich weiter!

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1…,2…,3…4…, so lange etwa muss es gedauert haben bis die Einbrecher in Südfrankreich unsere Autoschlösser geknackt haben! Als geübter Einbrecher nimmt man sich anscheinend lediglich 4-10 Sekunden Zeit, um Schlösser aufzubrechen! Dauert es länger, wird den meisten das Risiko erwischt zu werden zu hoch. Das zumindest ergaben unsere Recherchen und die vielen Gespräche mit Polizisten, die wir in den letzten Tagen geführt haben.

Was wir noch erfahren haben: Ein „einbruchssicheres“ Auto gibt es nicht, egal mit wieviel Mühe man seine Sicherheitsvorkehrungen auswählt. Wohl aber gibt es einige „einbruchshemmende“ Faktoren. Einbrecher wollen schnell und leise sein! D.h. jeder sollte rätlichst dafür sorgen, dass ein Einbruch in den Van für potenzielle Autoknacker zeitaufwendig und laut wäre! Also gut, das bekommen wir hin! Wir haben aufgerüstet!

Da es nun, nach all der Aufregung und sämtlichen Behördengängen wieder auf Tour geht, haben wir uns natürlich überlegt, wie wir wieder beruhigt in unserem Bus schlafen können. Wie wir wieder vertrauensvoll in ruhigen Schlaf sinken können, ohne bei jedem noch so kleinen Geräusch aufzuwachen. Es war uns beiden sofort klar: Wir müssen einige Sicherheitsvorkehrungen treffen!

Zunächst haben wir Kontakt mit der Firma Thitronik aufgenommen, einem Spezalist in Sachen Sicherheit für Reisemobile. Von neuen BMW’s oder hochmodernen Wohnmobilen, wussten wir, dass es Möglichkeiten gibt, diese mit Alarmanlagen zu sichern. Doch nach einigen Recherchen und einem Gespräch mit der Firma, wurde uns dann bewusst, dass es durchaus auch ohne Probleme geht, unseren alten Bus in der gleichen Art und Weise „einbruchsicher“ auszustatten.

Perfekt! Genau das brauchen wir! Eine Alarmanlage vom Profi! Und das Beste dabei ist noch, dass die Firma uns die Alarmanlage selbst einbaut, so sind wir doppelt sicher, dass sie auch funktioniert und wir nicht versehentlich vielleicht etwas falsch angeschlossen haben. Der einzige Nachteil ist allerdings, dass sich die Firma in Kiel befindet und wir uns bereits mit Freunden diese Woche in Ceüse verabredet hatten. Aber nichts für ungut, dann geht es jetzt erstmal für einen Monat nach Ceüse und anschließend dann auf mehr oder weniger direktem Weg nach Kiel! Climblovetravel schiebt dann mal einen kleinen Ostseeurlaub ein 😉 

Da wir aber natürlich nicht ganz ohne Sicherheit nach Ceüse fahren wollen, auch wenn wir dort definitiv nur auf den Campingplatz gehen werden, haben wir selbst ein paar Dinge installiert.

Fahrer- und Beifahrertür werden wir in Zukunft stets mit einer massiven Kette verbinden. Diese kleine Sicherheitsvorkehrung ist weder kostspielig noch aufwendig. Im Bauhaus haben wir uns ganz einfach für ein paar Euro eine Kette gekauft, mit welcher man die Türen ganz einfach verbinden kann. Die Kette wird durch die Türgriffe geführt und in der Mitte mit einem Karabiner verbunden. Das hat den Vorteil, dass sich selbst bei aufgebrochenen Schlössern die Türen nicht weiter als einen Spalt öffnen lassen. Ist der Karabiner in der Mitte des Fahrzeuges, lässt er sich von außen extrem schwer erreichen. Auch wenn es natürlich nicht unmöglich ist das Fahrzeug zu öffnen (mit viel Gewalt oder entsprechendem Werkzeug bekommt man alles auf) macht es den Einbruch doch deutlich zeitaufwendiger und lauter. Also genau so wie ihn Einbrecher nicht haben wollen!

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Ähnlich werden wir unsere Schiebetür mit dem Haltegriff verbinden, dass diese auch nicht mehr so leicht zu öffnen ist.

Für ein kleines Schmankerl bei unseren Sicherheitsplanungen hat die Firma Pacsafe gesorgt! Sie hat uns mit einer genialen einbruchssicheren Tasche ausgestattet. Mit integriertem Drahtseil und Zahlenschloss, kann man sie überall befestigen. Aufschneiden kann man sie dank eines inneren Drahtgerippes nicht! Wir haben also einen eigenen Safe im Auto, der nicht nur gut aussieht, sondern der auch noch überall hin mitnehmbar ist.

Mit massiven Eisenketten also und neuem Safe im Auto wagen wir es nun, unser Abenteuer weiterzuführen. Der nächste Stopp wird Ceüse, das französische Sportkletter-Paradies! Wir sind gespannt wie lange wir wohl unter mulmigem Gefühl im Bus schlafen werden und wie lange es dauern wird, dass die bitteren Erfahrungen des Einbruchs in den Hinterkopf rücken. Vor der ersten Nacht im Bus graut es uns schon noch ein bisschen…

Aber wir freuen uns auch wieder tierisch auf den Fels und können das Reisen und Klettern bestimmt bald wieder in vollen Zügen genießen!

4 Gedanken zu „Die Reise geht weiter! Aber diesmal mit einigen Sicherheitsvorkehrungen

  1. Wir haben das Gleiche in Portugal erlebt, allerdings waren wir zum Glück nicht im Bus. Das Ganze ging ratzfatz…
    Da wir nach diesem Vorfall nicht zurück wollten, haben wir einfach Rohrschellen im Eisenwarenladen vor Ort gekauft und diese von Innen an die Türen und Weitere an die Türrahmen genietet und mit einer Kette und Vorhängeschloss gesichert. Ähnlich wie euer Ketten Prinzip, wobei wir von Leuten kennen lernten, wo das nichts geholfen hat. Die Schiebetür haben wir wie ihr von innen verriegelt. Von außen haben wir einfach ein Loch in die Führungsschiene gebohrt und ein Vorhängeschloss durch gemacht. So ist die Tür blockiert und für jeden von aussen sichtbar verriegelt. Bei so einer offensichtlichen Sicherung, nehmen die Diebe lieber das Auto nebenan. Lenkradkralle hat ebenfalls ne abschreckende Wirkung.
    Ich hoffe, dass euch sowas nicht mehr passiert und wünsche euch ne wunderbare Zeit!
    Liebe Grüße

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    • Hallo Kristin,

      leider hören wir immer wieder von Reisenden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Gut, dass ihr jetzt auch sicherheitsmäßig aufgerüstet habt. Mit den Schlössern und Ketten, die von innen die Tür verriegeln fühle ich mich aber manchmal auch ein wenig im Bus „eingeschlossen“. Geht es euch auch so? Einerseits ist es so sicherer im Bus, weil niemand so einfach rein kann. Andererseits können wir aber auch nicht mehr so schnell und einfach raus,wenn es mal brennt oder so. Es sind dann nunmal doch ein paar Handgriffe mehr, bis man die Tür auf hat.
      Wart ihr seit dem schon wieder unterwegs?

      Liebe Grüße und euch auch eine schöne Zeit 🙂
      Nina

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  2. Pingback: Ostsee dreamin‘ | climb love travel

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