Oltre Finale

Oltre Finale – Kletteridylle und Geheimspot

 

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Oltre Finale – das „andere Finale“ –  ist die Bezeichnung der Klettergebiete westlich von Finale Ligure. Ca. 45 Minuten Autofahrt von dem bekannten „Finale“ entfernt beginnen hier Klettergebiete, die mit dem traditionsreichen Finale so garnichts zu tun haben.

Von Finale Ligure bis Ventimiglia erstrecken sich an der Küste entlang 6 wunderschöne Klettergebiete, die den meisten noch relativ unbekannt sind. Während sich in Finale um die teilweise speckigen Routen gestritten wird, sitzt man in Oltre Finale alleine am Fels und findet wunderschöne Felsstrukturen vor, die teilweise nur wenig  Chalk gesehen haben.

Von Sintern in marmorierten Überhängen bis hin zu Löchern und Tropfsteinformationen ist hier alles dabei. Die Absicherung ist überall gut und teilweise noch sehr neu. Viele Routen wurden erst 2013 eingebohrt und sind fast noch unberührt.

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Anreise:

von Deutschland aus nach Finale Ligure (Beschreibung hier).

Und dann immer an der Küste entlang in Richtung Westen.

Beste Jahreszeit:

Ebenso wie in Finale Ligure ist die wohl beste Jahreszeit zum Klettern der Frühling oder Herbst. Hier ist das Wetter angenehm und die Bedingungen am Fels optimal. Z.B. im April ist das Wetter angenehm und man kann teilweise an fast leeren Stränden abends noch spazieren gehen.

Im Winter kann es schonmal relativ ungemütlich werden und im Sommer ist es teilweise sehr heiß. Es gibt zwar auch einige schattige Felsen, aber auch am Meer ist gerade zur Ferienzeit im Sommer die Hölle los. Hier sind plötzlich alle Strandabschnitte kostenpflichtig, überfüllt und an Parkplätze am Meer ist garnicht zu denken. Die Felsen liegen oft nur teilweise im Schatten, sodass zwar der Sichernde keinen Sonnenstich bekommt, der Kletterer aber der knallenden Sonne oftmals ungeschützt ausgeliefert ist.

 Klettergebiete:

 

Oltre Finale besteht aus 6 Klettergebieten, die alle in dem Führer „Oltre Finale Rock Climbing in West Liguria“ von Andrea Gallo beschrieben sind. Dieser prägte auch den Namen des Klettergebietes. Die Absicherung ist überall gut bis sehr gut und deshalb ist Oltre Finale ein ideales Sportklettergebiet. Die Zustiege sind allerdings manchmal gewöhnungsbedürftig 😀 Da die meisten Gebiete noch nicht so bekannt sind, sind die Zustiege oft noch sehr zugewachsen und es lohnt sich lange Hosen anzuziehen, da man sich des Öfteren durch Dornengestrüpp kämpfen muss. Aber so ist das ja mit Dornrösschen auch gewesen und versprochen: auch hier lohnt es sich 🙂

  • Val Varatella (auch „Toirana“ genannt, besteht aus 7 einzelnen Gebieten, die vom Talboden aus gut sichtbar sind)
  • Val Nimbalto (2 kleinere Gebiete, unter dem Namen „Rocca dell Aia“ bekannt, größter Quarzitfels im Tal)
  • Val Pennavaire (das größte und unserer Meinung nach schönste Gebiet mit 40 Felsen und über 1000 Routen, von Zinnen, Leisten, Höhlen und Dächern über Tropfformationen ist hier alles dabei)
  • Val Tanaro
  • Valle Argentina (5 Klettergebiete, die sehr hoch gelegen sind und deswegen auch im Winter eine Portion Sonnenmilch verlangen 😉 )
  • Val Nervia

Übernachtung:

  • Es gibt überall kleine schöne Pensionen (z.B. Rossociliegia  in Castelbianco)
  • Campingplätze an der Küste
  •  In Veravo gibt es eine Kirche, wo etliche Kletterer mit ihrem Bus (manchmal auch eine Nacht mit dem Zelt) stehen und kostenlos übernachten. Hier gibt es eine öffentliche Toilette mit Dusche und Waschbecken mit Spiegel. Es scheint so eine Art Dorfparkplatz zu sein und die Anwohner grüßen freundlich und scheinen sich nicht daran zu stören, wenn man eine Nacht dort steht. ABER: Damit das natürlich auch so bleibt ist gutes Benehmen das A und O. Dazu gehört natürlich keinen Müll zu hinterlassen (es gibt Mülleimer dort), alles wieder sauber zu machen, Nachts nicht zu laut zu sein und vorallem dankbar zu sein, dass man hier kostenlos stehen darf. Leute, das ist wichtig! 🙂

Bilder:

Alternative Freizeitmöglichkeiten:

  • Castelbianco: ist ein kleines Dörfchen mit 326 Einwohnern, das aussieht wie eine alte Festung. Hier gibt es ein kleines Café mit tollen Schokocroissants und im Sommer jede Woche „Open Mic“ bei Sonnenuntergang.
  • Wandern: Auch wenn der Fels „Massi Della Dura“ zum Klettern nicht gerade empfehlenswert ist, so ist die Aussicht dort oben grandios! Optimal zum Wandern und Spazieren an Ruhetagen 🙂 Zufahrt: Vorbei an Castelbianco, Nasino und Alto bis nach Caprauna. Nach 5,2km an der Abbiegung Colle di S. Bartolomeo rechts abbiegen. Die Straße geht bald in eine extreme Schotterstraße über (2,5km). Vor zwei Berghütten kann man in einer Einbuchtung parken.

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