Rezepte für unterwegs

Camping Tomato sauce

Nudeln mit Tomatensoße 365 Tage…

…wenn es nach Felix gehen würde, dann würde es das leider tatsächlich immer geben! Aber bestimmt hast du auch schonmal darüber nachgedacht, was du kochen sollst, wenn du z.B.

  • nur einen Topf/einen Gaskocher hast
  •  wenig Geld zur Verfügung hast
  • im Bus nichts außer Messer, Gabel und Kochlöffel hast
  • du keinen Backofen oder Mixer oder sonstige Küchengeräte hast
  • du in der Dunkelheit mit Stirnlampe draußen kochst
  • du keinen Kühlschrank hast und nicht vor jedem Kochen einkaufen kannst

Nina verrät mit ein paar Rezepten für unterwegs wie du Abwechslung in deine Outdoor-Küche bringst:

„Da ich  gerne etwas Abwechslung habe und mich trotz eingeschränkter Möglichkeiten gerne gesund ernähren möchte, möchte ich euch hier gerne ein paar Rezepte vorstellen.“

 

All-Round Couscous

Ein wahres All-Round Talent für unterwegs ist Couscous. Couscous wird nämlich nicht richtig gekocht, sondern nur mit heißem Wasser übergossen. Somit kannst du zuerst Wasser abkochen und in einem anderen Gefäß den Couscous damit übergießen. Während der Couscous ca. 10 Minuten quillt hast du genügend Zeit und einen freien Topf bzw. eine Gasflamme zur Verfügung.

Am besten dünstest du dazu Gemüse an und gibst frische Kräuter dazu (in Spanien zum Beispiel wächst überall Rosmarin und Thymian 😉 ). Aber  Couscous eignet sich auch super zu Fleisch, Fisch oder als Salat. Was die Menge betrifft, musst du am besten mal ausprobieren wieviel für euch passt. Couscous geht extrem auf und am Ende hast du mehr als das doppelte an Menge. Auch wenn es zuerst echt wenig aussieht, wird es meistens dann doch genug. Probiere es aus!

mmmmm

Couscous mit Gemüse (Beilage zu Fleisch,Fisch oder auch einfach so )

Rezept für ca. 2-3 Personen

  • 1  Tasse Couscous
  • Wasser
  • 2 Karotten
  • Brokkoli
  • 1 Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Öl
  • Gewürze (Salz, Pfeffer, Paprikapulver, ital. Kräuter)

1.) Nachdem der Couscous mit heißem Wasser übergossen wurde, lässt du ihn ca. 10 Minuten abgedeckt ziehen.

2.) Nun würfelst du die Zwiebel und den Knoblauch und dünstest beides kurz in Öl an.

3.) Das Gemüse klein schneiden, ebenfalls kurz andünsten und mit ein bisschen Wasser garen lassen.

4.) Nun würzen und mit dem Couscous vermischen

-> Total simpel! Du kannst dazu jedes Gemüse verwenden, je nachdem was du gerade da hast (Karotten, Tomaten, Lauch, Mais,
Aubergine, Paprika, Zuccini, Bohnen,…) Probier es einfach mal aus 🙂

-> Die Tomaten machen das Couscous-Gericht ein bisschen saftiger

-> Die Gewürze kannst du natürlich variieren, weglassen oder ersetzen

Pfannkuchen

Wenn du eine Pfanne zur Verfügung hast, sind Pfannkuchen schnell und mit wenig Zutaten zubereitet. Das Grundrezept besteht aus:

  • 150g Mehl
  • 250ml Milch
  • etwas Salz
  • 2 mittlere Eier
  • Butter/Öl zum Backen

-> je nach Geschmack kannst du zum Grundrezept noch Vanillezucker, Zucker, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren o.ä. hinzufügen, um sie als Dessert zuzubereiten.

1.) Mehl mit einer Prise Salz mischen und Milch dazurühren

2.) Eier mit Schneebesen schlagen und zusammen mit dem Rest glatt schlagen.

20 Minuten (oder kürzer) ziehen lassen, erneut umrühren und in einer Pfanne anbraten.

Nach belieben dazu gedünstetes Gemüse, süße Variante mit Apfelmus, Spargel…o.ä. Was du eben gerade da hast 😉

Kartoffelpfanne

Das praktische an Kartoffel ist, dass sie nahrhaft und sättigend sind, nicht gekühlt werden müssen und meistens sehr günstig sind.

Zuerst koche ich die Kartoffeln als Pellkartoffeln ab (mit Schale am Stück in Salzwasser kochen) -> und das ist der einzige Nachteil, da sie relativ lange kochen müssen und man damit viel Gas verbraucht. Deshalb koche ich immer gleich mehr ab und wir nutzen die restlichen Pellkartoffeln am nächsten Tag.

Zutaten:

  • Kartoffeln
  • Käse (Gauda, Emmetaler o.ä. egal ob am Stück oder Scheiben)
  • Schlotten oder normale Zwiebeln
  • Mais
  • Paprika
  • Tomaten
  • roher/geräucherter Schinken
  • Gewürz (Paprikapulver, Salz, Pfeffer, ital. Kräuter, ein bisschen Chili)

1.) Zwiebeln oder Schlotten in Würfel schneiden und in der Pfanne anbraten

2.) Schinken in kleine Stücke schneiden und in die Pfanne geben

3.) Mais, Paprika und Tomaten (in Würfel geschnitten) in die Pfanne geben und ein kleines bisschen Wasser dazu, damit sie darin garen können

4.) Kartoffeln unterheben und alles gut würzen! Gut anbraten und anschließend den Käse klein schneiden und darüber geben. Kurz den Deckel drauf machen, sodass der Käse schmilzt. Und guten Apetitt 🙂

 

Rührei

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Das klassische Rührei bringt viel Proteine mit sich und eignet sich damit super als Kletternahrung. So schmeckt es auch:

  • Rührei mit Tomaten und ital. Kräutern
  • Rührei mit Champignons
  • Rührei mit Schafskäse und Oliven
  • Rührei mit Gemüse ( was du gerade da hast)

und dazu Brot, Brötchen oder Baguette.

Für den etwas größeren Hunger passen zum Rühr- oder Spiegelei auch Salzkartoffeln (klein geschnitten, geschält und in Salzwasser gekocht – dauert nicht so lange) und Spinat. Am besten benutzt du frischen Spinat (du hast wohl keine Tiefkühltruhe in deinem Rucksack, schätze ich?). In den USA gibt es übrigens auch Spinat in der Dose zu kaufen. Das schmeckt ähnlich wie Karotten aus dem Glas, die es bei uns in Deutschland gibt. D.h. mit Spinat hat der Geschmack dann zwar nicht mehr wahnsinnig viel zu tun, aber es ist durchaus ganz ok und man kann es zur Abwechslung mal probieren, wenn man keinen frischen Spinat hat.

Spargel und Kartoffeln

 

Du hast wenig Geld auf Reisen zur Verfügung, keinen Kühlschrank und magst trotzdem ein romantisches Dinner?

Zutaten:

  • kleine Spagel aus dem Glas
  • Kartoffeln
  • Speck (gibts in Salzlake, ohne gekühlt werden zu müssen)
  • Soße Hollondaise (kannst du schnell selbst machen oder fertig im Beutel kaufen für ein paar Cent)
  • Gewürze: Pfeffer, ital. Kräuter, Rosmarin
  • ein paar kleine Cocktailtomaten

1.) Kartoffeln am Stück kochen (Pellkartoffeln) und anschließend vierteln und mit Öl, Rosmarin und Speck anbraten

2.) Spargel kurz in der Pfanne dünsten

3.) Soße Hollondaise erwämen oder selbst machen:

  • 180g zerlassene Butter
  • 4 Eigelb
  • 2 EL warmes Wasser
  • Salz und Pfeffer

Nudeln mit Tomatensoße – Varianten

Natürlich sind die altbewehrten Nudeln mit Tomatensoße nicht komplett raus! Wenn du sie allerdings genauso langweilig irgendwann findest, dann pimp sie doch einfach ein bisschen auf. Hier ein paar Soßenideen, um langweiliger Tomatensoße den nötigen Pfiff zu geben:

Tofu-Bolognesesoße :                                        

Zutat  Zubereitung
Zwiebeln & Knoblauch schälen, würfeln und anbraten
Tofu Tofu klein bröseln und kurz anbraten ( mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen)
Karotten in kleine Stücke schneiden und mit in den Topf geben ( ein wenig Wasser hinzufügen und kurz köcheln lassen)
Tomatensoße und Kräuter Tomatensoße dazu und mit Kräutern abschmecken

 

Tomaten-Schinken-Sahne-Soße

Zutat  Zubereitung
Zwiebeln & Knoblauch schälen, würfeln und anbraten
gekochter Schinken klein schneiden und ebenfalls kurz anbraten
Sahne nun ein wenig Sahne dazu geben und kurz aufkochen
Tomatensoße zum Schluss die Tomatensoße dazu und nochmal kurz aufkochen

Bannockbrot

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Das Bannockbrot ist ein Fladenbrot, das sowohl im Feuer als auch in der Pfanne, dem Topf oder auf heißen Steinen gebacken werden kann. Da es mit wenigen, günstigen und lange haltbaren Zutaten hergestellt wird, ist es optimal für Outdoortouren geeignet.

Zutaten:

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Prisen Salz

Nachdem alle Zutaten vermengt werden, muss der Teig geknetet werden, bis keine Klümpchen mehr darin sind. Manchmal muss man dann noch etwas mehr Mehl hinzufügen, damit der Teig nicht zu flüssig ist. Nun fettest du den Topf oder die Pfanne ganz leicht mit Öl ein und lässt das Brot von beiden Seiten (mit geringer Hitze) backen.

Mit diesem Rezept kannst du sowohl Brötchen als auch Brot backen. So hast du am nächsten Morgen frische Brötchen oder zum Mittag- oder Abendessen für den nächsten Tag immer Brot da.

Tipp:

  • Knoblauchbrot: mische den Zutaten einfach noch zwei Zehen Knoblauch hinzu (klein geschnitten oder gepresst) und ein paar Kräuter.
  • süßes Brötchen: anstatt Salz kannst du auch Zucker verwenden und nach belieben z.B. getrocknete Cranberrys, Rosinen oder Schokoladenstückchen beifügen.
  • dunkles Brot mit Körnern: anstatt immer Weizenmehl zu verwenden, kannst du es auch mal mit anderem Mehl und verschiedenen Körnern versuchen.
  • in Neuseeland gibt es häufig Mehl das „Self Raising“ heißt und bedeutet, dass hier Backpulver dem Mehl schon beigefügt ist. Hierbei spartst du dir das extra Backpulver und zahlst genauso viel wie für normales Mehl.

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Mut zum kreativen Ausprobieren

Da wir immer versuchen Geld zu sparen, gehen wir natürlich nicht jeden Tag einkaufen und versuchen aus dem was wir noch da haben etwas zu zaubern (ok, Nina versucht das und Felix isst es 😀 )

Das Einzige, was du dafür brauchst ist ein bisschen Mut zum Ausprobieren. Es lassen sich aus Resten und ungewöhnlichen Zutaten meist die besten Dinge kochen. Zum Beispiel lässt sich aus Schmelzkäse und Sahne eine wunderbare Soße machen. Oder Kartoffeln, Nudeln und Reis vom Vortag lassen sich super neu verwenden. Gemüse kannst du zu fast allem essen und aus Kräutern und Öl lassen sich auch Pesto-Soßen zaubern. Aus härterem oder älterem Brot kannst du mit Milch und einer Zimt-Zucker-Mischung rostige Ritter machen oder es herzhaft mit Ei und Speck in der Pfanne anbraten. 

 

 

 

 

 

 

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