Joshua Tree

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Joshua Tree – Bouldern im Kaktusland

Der Joshua Tree Nationalpark liegt im Südosten Kaliforniens und bildet den Übergang zwischen der Mojave Wüste und der Colorado Wüste. Die Wüstenlandschaft ist gesäumt von den charakteristischen Palmlilien (auch Joshua Tree genannt), wodurch der Park seinen Namen erhielt. Über drei verschiedene Eingänge gelangt man in den Nationalpark, wobei man für 7 Tage pro Auto 20$ Gebühren zahlen muss, und pro Person noch einmal 10$ – ja, so ein Nationalparkeintritt ist nicht umsonst.

Dort angekommen, hat man den Ärger über die Gebühren dann schnell wieder vergessen. Es ist einfach nur schön hier! Die Felsen sehen aus wie große Graniteier, die übereinander gewürfelt wurden. Dazwischen säumen sich Sträucher und die bekannten Joshua Trees, auf Deutsch die Josua-Palmlilien (ihren Namen erhielt die Pflanze von den Mormonen, welche die Äste mit den Armen des Volksführers Josua verglichen, der den Israeliten den Weg ins gelobte Land wies). Gerade bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang erstrahlt der Himmel in den unterschiedlichsten Farbtönen und lässt die Bäume davor wie verzaubert aussehen.

Achtung! Im Park gibt es auch einige Gefahren. Gerade im Sommer herrscht hier teilweise große Hitze und es besteht die Gefahr der Dehydrierung, weshalb du also immer genügend Wasser dabei haben musst. Desweiteren sind vorallem im Sommer Klapperschlangen und sogenannte „Killer-Bees“ – Killer Bienen, keine Seltenheit in Joshua Tree. Als wir im Januar dort waren haben wir allerdings nichts von diesen Gefahren mitbekommen.

 Außerhalb des Nationalparks befindet sich das gleichnamige Städtchen Joshua Tree. Hier sieht es ein wenig aus wie im wilden Westen, teilweiße sind die Häuser Saloon ähnlich aus Holzbrettern gebaut und verrostete Fässer stehen am Straßenrand.

Bouldergebiet:

Der Joshua Tree Nationalpark ist eigentlich eine einzige große Boulderspielwiese. Die Blöcke sind komplett im ganzen Park verstreut, wobei man eigentlich immer nur wenige Minuten vom Parkplatz aus zu Fuß gehen muss. Oftmals befindet sich sogar auf dem Park- oder Campingplatz schon die ersten Blöcke bzw. man parkt direkt am Block. Die Blöcke bestehen aus perfektem Granit. Sie sind rau und scharfkantig, was sehr viel Hornhaut an den Fingern erfordert. Optisch erinnern die Boulderblöcke an große runde Eier und dementsprechend ist auch die Klettererei. Es gibt viele Sloper und Aufleger, aber auch scharfe Leisten und große rundliche Löcher. Im Joshua Tree Boulderführer, den du auch vor Ort kaufen kannst, findest du dann alle weiteren Infos.

Klettern kann man im Nationalpark auch, allerdings sind die Routen fast ausschließlich Trad, d.h. man muss genügend Friends und Keile zur Selbstabsicherung mitbringen. Hat man diese dabei, wird der Nationalpark zum Kletterparadies!

Übernachtung :

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Übernachten kannst du im Nationalpark auf einem Campingplatz. Wenn du die Straßen entlang fährst, wirst du überall Schilder finden,die dich in wenigen Metern zu einem Campingplatz führen. Insgesamt gibt es im Park 12 Campingplätze, die sich alle kaum voneinander unterscheiden. Die Campingplätze verfügen alle über Toiletten, schöne Stellplätze und liegen preislich zwischen 5 -15$ pro Nacht.

Beste Jahreszeit:

Die beste Jahreszeit zum Bouldern ist der Frühling, Herbst und Winter. Wobei es im Winter schon richtig kalt werden kann, auch wenn die Sonne scheint und die Landschaft aussieht als wäre es glühend heiß. Aus persönlicher Erfahrung war es uns im Dezember viel zu kalt zum Bouldern. Man hat zwar super Bedingungen, was den Grip betrifft, allerdings war es so kalt, dass die Finger nicht warm geworden sind und wir nach ein paar Tagen lieber weiter in die Red Rocks gefahren sind. Im Sommer dagegen ist es viel zu heiß dort und man kann das Klettern und Bouldern bei 40° Grad im Schatten schlichtweg vergessen.

 


Bouldern mit Bergfreunde.de

Ein Gedanke zu “Joshua Tree

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